Was Du vom Klettern über Mut und Veränderung lernen kannst

Gastartikel von GeJo Sixt

Mit Mut und Freude verändern??!!

 

Mut

Ja, das ist ein neuer Slogan! Ein Aufhänger. Mutig zu sein, das mit Freude zu tun und zu verändern was notwendig ist zu verändern! Nur damit ein Slogan kein Slogan oder einfach nur ein Schlagwort bleibt, ist es wohl gut sich damit zu beschäftigen, was denn Mut ist und wie man mutig wird, und wie man dabei freudig sein kann, wen man etwas verändert?!

Grundsätzlich ist eine Veränderung immer ein Loslösungsprozess. Eigentlich bedeutet das Leben ja ständige Veränderung. Es ist immer alles in Bewegung und deshalb auch in Veränderung. In diesem Blog, geht es jedoch um die bewusste Veränderung, um das bewusste Verändern, um das Verändern wo eine bewusste Entscheidung getroffen werden kann. Wenn jemand zum Beispiel das Rauchen aufhören möchte, dann kann derjenige drauf warten, bis er plötzlich durch einen Schicksalsschlag damit aufhört, etwa, weil ein Freund an einer schweren Krankheit, Lungenkrebs erkrankt ist, oder derjenige hört bewusst auf, weil er sagt, ich möchte nicht mehr rauchen, weil zu teuer, zu ungesund, zu zeitaufwendig, zu langweilig usw.

Was hindert uns mit Mut bewusste Entscheidungen zu treffen?

Dann ist das eine bewusste Entscheidung zur Veränderung. Veränderungen sind per se, also von Natur aus eine Überwindung. Es sind ja alles Gewohnheiten, bis hin zu Abhängigkeiten. Möchte ich verändern, das ich täglich um 10 Uhr in`s Bett gehe, anstatt wie bisher meist gegen 12 Uhr oder noch später, dann ist das schon eine Aufgabe, dies zu verändern. Unser Gehirn entwirft ja für alles was wir tun neue Bahnen. Wenn ich jetzt 10 Jahre lang spät in`s Bett gegangen bin, dann hat sich das im Gehirn eingeprägt, da wird immer die gleiche Gehirnbahn abgespult. Das vollzieht sich ja tatsächlich im Gehirn. Diese Gehirnbahnen zwischen den Synapsen gibt es ja wirklich!!!

 Und wenn ich jetzt früher in`s Bett gehen möchte, weil ich gehört habe das ist gesund, wenn ich mehr schlafe, dann sagt das Gehirn nach der ersten Euphorie, „hey, was ist denn da los, das ist mir zu früh“. Je tiefer sich diese Bahn eingegraben hat, umso öfter wird sich das Gehirn wehren. Also Veränderung ist per se eine Aufgabe, wie schon geschrieben. Das geht nicht so einfach. Für mich sind jetzt, um Veränderung einzuleiten, Mut und Freude eines der wichtigsten Faktoren. Deshalb auch mutig und freudig verändern.

Wieso? Weil jede Veränderung wie gesagt Überwindung braucht und es gut ist wenn ich mutig an die Sache gehe. Und die Freude deshalb, weil es ja grundsätzlich gut ist Freude zu empfinden. Doch viele Menschen verändern mit einem gewissen Draufgängertum, werden verbissen, steigern sich hinein. Eine gewisse Dosis von dem braucht es natürlich. Doch der Faktor Freude sorgt dafür, dass ich nichts übertreibe. Wenn man sich immer wieder mal die Frage stellt: „Empfinde ich eigentlich noch Freude dabei“, dann kann ich gut überprüfen, ob ich nicht schon verbissen ans Werk gehe, ob es anstatt mutig zu sein, schon eher Dummheit ist.

Die richtige Portion Mut finden

Mut

Ich bin ja Bergkletterer, da kann ich es gut zeigen wie ich es meine. Beim Klettern ist eine Portion Mut schon wichtig, sonst mache ich das nicht. Und es kann einem passieren, das man sich so hinein steigert unbedingt hinauf zu kommen, ohne darauf zu achten, ob es für einen noch zu schaffen ist, oder nicht schon zu schwierig. Wenn mir die Freude vergeht, wenn ich anfange innerlich zu fluchen, verbissen zu werden, dann kann das beim Klettern schnell fatal werden.

Ich achte darauf, dass ich mit dem was ich tue, noch Freude habe. Wenn die Freude vergeht, dann ist es wichtig dafür zu sorgen, dass sie wieder kommt, oder ich steige ab und gestehe mir ein, dass diese Kletterroute im Augenblick zu schwierig ist. Mut ist einfach das aktive Moment, dass dafür sorgt, dass ich Veränderungen angehe. Die Freude sorgt dafür, dass ich in der Freude bleibe und nicht verbissen und übertrieben ehrgeizig werde, denn das hilft einem nicht. Das ist meine Meinung.

Wenn der Mut fehlt?

Ja, was mach ich den nun? Wie kann ich mutig sein, dass ist ne Frage? Ich komme ja aus der Suchtarbeit und da war einer der Hauptsätze von Klienten: „Ich bin noch nicht so weit“!

Was bedeutet das? Ich möchte mich noch nicht verändern, weil ich keine Zeit habe, meine Wohnung nicht verlieren möchte, einen Hund habe……und viele solcher Erklärungen. Nur was steckt dahinter, hinter diesen Erklärungen? Angst, Befürchtungen.

Gewohnheiten und Abhängigkeiten haben sich ja im Gehirn eingeprägt und bedeuten für den Menschen Sicherheit. Auch für einen Drogenabhängigen bedeutet seine Droge Sicherheit. Für einen Arbeitsabhängigen bedeutet die Arbeit Sicherheit, wir machen ja das meiste auch deshalb immer wieder gleich, weil wir uns damit sicher fühlen wollen. Ich brauche um neues anzugehen zuerst einmal Vertrauen und das Vertrauen ist ja meist nicht einfach so im Übermass da, sondern muss erarbeitet werden.

Vertrauen!

MutEin Kind geht das erste mal einen neuen Schulweg. Wenn das Kind nun so ein Grundvertrauen hat, dann wird es auch den Mut haben, mit Hilfe von genauen Erklärungen oder auch mit Begleitung, den neuen Weg zu gehen. Und umso öfter das Kind den Weg geht umso mehr Vertrauen baut sich auf und dadurch entsteht Mut. Und wenn das Kind das aufgebaut hat, entsteht Sicherheit und mit der Sicherheit kommt mehr Freude.

Das ist ein Zusammenspiel, wie man sieht. Und umso öfter ein junger Mensch solche Aufgaben gemeistert hat, umso besser ist dieser Mensch mit einer Art Grundvertrauen, Grund-Mut und Grund-Freude ausgestattet. Wenn Kinder solche Aufgaben nicht gelernt haben zu meistern, aus verschiedensten Gründen wie Vernachlässigung und Überbehütung, oder falsche Lernmethoden, dann baut sich wenig Vertrauen, wenig Mut und wenig Freude auf. Das sind dann auch immer wieder die Grundvoraussetzungen, mit denen ein Mensch im Leben steht und wie er Veränderungen meistert.

Kleine Aufgaben am Anfang schaffen Vertrauen – Sicherheit – Mut – Freude!

Um das geht es also, mutig und freudig ist eine Grundvoraussetzung, um Neues anzugehen. Umso mehr Mut und Freude von Anfang an da ist, umso früher und leichter wird man Dinge verändern, die man verändern möchte oder auch sollte. Umso weniger Mut und Freude da ist, umso mehr ist es notwendig am Vertrauen und an der Sicherheit zu arbeiten. Das hier auch klarerweise das Selbstwertgefühl und der Selbstwert steigt, sei nur am Rande erwähnt.
Also mit Mut und Freude verändern, das schafft wiederum Vertrauen und Sicherheit und das wiederum mehr Mut und Freude. Das ist ein Kreislauf, ein gegenseitig, voneinander bedingter Kreislauf.
Also
Alles Liebe

Mut

Über Mich

Mein Name Georg Josef Sixt (GeJo)

arbeitet als Lebens & Sozialberater in freier Praxis und hat Weiterbildungen zum Suchtberater und Supervisor

„Mit Menschen in einschneidenden Phasen ihres Lebens zu arbeiten, sehe ich als meine Berufung, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das Leben immer wieder solche Umbruchphasen für einen bereit, hält.“

Zur Suchtarbeit bin ich aus eigener schmerzlicher Erfahrung gekommen. Mein Vater war Alkoholiker, eine Lebensgefährtin von mir ebenso. In einer schwierigen Phase meines Lebens hatte ich selber den Alkohol als letzten Anker und musste schmerzlich erfahren, dass keiner da war der mir in dieser schwierigen Zeit zur Seite stand. Nach einem Jahr Alkoholmissbrauch hatte ich das Glück, damit aufhören zu können. Der Leidensdruck war größer als der Suchtdruck. Seit 1996 lebe ich abstinent. Auch das Rauchen konnte ich 1998 aufhören.

Meine eigene Bewältigung meiner Abhängigkeiten war schlussendlich das Motiv und der Grund in diesem Bereich zu arbeiten, da ich wusste wie wichtig es ist, Menschen in dieser schwierigen Phase gut und professionell zu unterstützen.

Auch kristallisierte sich heraus, dass Angehörige und Menschen im Umfeld eines Süchtigen genauso dringend und wichtig professionelle Unterstützung brauchen, da diese sehr oft von den Problemen und Schwierigkeiten die durch eine Suchterkrankung entstehen, in den Bann gezogen werden und selber kaum noch genügend Luft zum atmen haben.

In dieser Zeit entdeckte ich das Laufen für mich. Laufen war eine wunderbare Sache. Einerseits die Bewegung des Körpers und die Versorgung mit frischem Sauerstoff, andererseits war das Laufen eine Art von Therapie.

Und genau diese beiden Komponenten! Die Arbeit über die Psyche und den Körper als wunderbare Möglichkeit mit seinem Leben und den Herausforderungen gut zu Recht zu kommen, wenn sich diese Herausforderungen und Aufgaben des Lebens stellen, möchte ich DIR geben.

Ich würde mich sehr über Besuche auf meiner Website und meinem Blog freuen:

  • Selbsterfahrungs- und Selbsterlebenscamps in der Natur
  • Suchtberatung für Betroffene, Angehörige und berufliches/soziales Umfeld
  • Supervision und Coaching  für Einzelpersonen und Gruppen
 

Weitere Informationen zu Mut und Veränderung – Klicke hier

About The Author

Geldcoach

Geldaufstellungen leiten Buchautor - "Verändere deine Glaubenssätze mit der Kraft deiner intelligenten Zellen" "Der Honorar-Verhandlungsreport - Ab sofort setzen Sie als Selbstständiger Ihre Preise und Honorare durch" "Wünsch Dir einfach Geld" - Geld Affirmationen wirklich richtig anwenden Geldcoach Supervisor Coachingprodukte entwickeln für Balance zwischen Wohlstand und Glück

4 Comments

  • Dorothea Dore

    13. September 2015

    Lieber GeJo,

    ich möchte Dir alle Achtung entgegenbringen für Deine Leistung, Alkohol und das Rauchen aufgegeben zu haben.
    Ich selber , ich bin in der Modebranche als Trendleaderin tätig und da gibt es immer was zu trinken, habe einige Jahre in der Abhängigkeit gelebt und bin jetzt clean.
    Ja, Mut ist etwas ganz Erhabenes, führt er uns doch zu unserem Selbst.
    Danke, für diesen Beitrag

    Dorothea

  • gejo sixt

    20. September 2015

    liebe dorothea, vielen dank für dein feedback. ich finde es grade spannend, das du dorothea heißt. genau der beziehungsbruch, zu meiner damaligen lebenspartnerin, dorothea eben, hat mich in die größte krise meines bis dahin lebens geführt. alles liebe und ja mit mut und freude.
    gejo

  • HerbertPLori

    12. Januar 2017

    Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Deoflecken

  • HerbertPLori

    12. Januar 2017

    Hallo,

    interessante und informative Beiträge hier, super. Habe längere Zeit als stiller Gast nur mitgelesen und mich jetzt mal angemeldet.
    Ich würde mich freuen, wenn ihr bei Gelegenheit auch einmal auf meinem Blog zum Thema Textilreinigung vorbeischauen würdet.

    Alles Liebe

    Herbert

    Grasflecken

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